Psychotherapie

Mag.a Julia Grabenweger, BA

Methode: Psychodrama


 

    • Als Psychotherapiemethode ist das Psychodrama wissenschaftlich international anerkannt und in Österreich eine der vom Bundesministerium für Gesundheit zugelassenen Psychotherapiefachrichtungen. Es zählt zu den humanistischen Therapieverfahren und fußt somit auf einem humanistischen Welt- und Menschenbild. Zudem finden sich in der psychodramatischen Therapie auch tiefenpsychologische, systemische sowie verhaltenstherapeutische Anteile.
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    • Das Psychodrama wurde im 20. Jahrhundert vom Psychiater, Philosophen und Soziologen Jakob Levy Moreno (1889–1974) begründet und seitdem auf vielfältige Weise weiterentwickelt. Ursprünglich ein gruppentherapeutisches Verfahren, findet es heute in verschiedensten Settings Anwendung (Einzel-, Paar-, Kinder-, Familien- und Gruppenpsychotherapie).
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    • Psychodramatische Psychotherapie ist ressourcen- und handlungsorientiert. Sie hat zum Ziel, aktivierend zu wirken und damit eine gelingende Begegnung mit sich selbst und anderen Menschen sowie Kreativität und Spontaneität zu fördern.
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    • In seinem ursprünglichen Sinn bedeutet Psychodrama Handeln (Drama) der Seele (Psyche). Psychodramatiker*innen versuchen, die verschiedenen Ausdrucksformen der Seele (Erinnerungen, Ideen, Fantasien, Gefühle, Konflikte, Träume, Impulse etc.) wahrzunehmen und gemeinsam mit den Klient*innen darzustellen bzw. zu inszenieren, um sie in einem weiteren Schritt besser verstehen und vielleicht auch modifizieren zu können. Konkret heißt das, dass Psychodrama nicht nur aus Reden und Zuhören besteht, sondern auch aus handelnden und szenischen Darstellungen des Erlebens und Verhaltens. Der Grundgedanke ist dabei, dass es nützlich ist, immer mal wieder Abstand zum eigenen Erleben und Handeln zu bekommen, und die Aktionsmethoden des Psychodramas (wie zum Beispiel das psychodramatische Rollenspiel oder die Aufstellungsarbeit mithilfe von Stühlen oder der „Tischbühne“) helfen dabei sehr gut.
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    • Das psychodramatische Inszenieren/Aufstellen/Spielen etc. wird dabei als Zugang zum Unbewussten gesehen – ähnlich wie Träume oder das freie Assoziieren in der Psychoanalyse.
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    • „Spontanes, kreatives Handeln zeichnet sich stets durch eine spielerische Qualität aus. Diese entsteht, wenn die Betreffenden sich einerseits voll und ganz engagieren und andererseits eine gewisse innere Distanz zum eigenen Erleben wahren. […] Diese spielerische Haltung stellt aus psychodramatischer Sicht das Ideal für die spontane und kreative Auseinandersetzung mit den Anforderungen des Lebens dar“. (Michael Schacht: Das Ziel ist im Weg, 2010, S. 63).

 


Schwerpunkte/Zielgruppe:




 


    • Schwerpunkte: Depression, Ängste und Panikzustände, Burn Out, Schlafstörungen, psychosomatische Schmerzen, Essstörungen, Umbruchsphasen im Leben, Beziehungskrisen, geschlechtsspezifische Themenstellungen.
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    • Zielgruppe: Jugendliche und Erwachsene